Autonomie,  Bedürfnisorientiert,  Herzorientiert,  Mamaalltag

Was passiert bei meinem Kind in der Autonomiephase?

Hallo liebe Mama. Und plötzlich stellt dein kleiner Wirbelwind deinen Alltag völlig auf den Kopf? Keine Minute gleicht der anderen und das Bedürfnis nach Selbstständigkeit wächst bei deinem Kinder stetig? Wutanfälle stehen auf der Tagesordnung und die bisher einfachsten Dinge wie anziehen, ziehen sich um gefühlte 100 Jahre in die länge? Dann herzlich Willkommen mitten in der Autonomiephase deines Kindes.

„Nein Mama!“ schreist du mich an, „ich will nicht“. Still blicke ich dich an und strecke dir die Hose entgegen, die du gerade nicht anziehen möchtest. „Neeeein!“ „Oh okay“, antworte ich, „möchtest du alleine anziehen?“

Dieses Spiel geht jetzt noch ein paar mal so hin und her. Und ich merke, wie meine Ungeduld steigt. Meine Finger umschlingen die Hose nämlich immer kräftiger.
Ein kleiner Text Ausschnitt aus einem Instagram Post @meineherzmelodie

Autonomiephase was bedeutet das?

Die Autonomie ist ein menschliches Grundbedürfnis und ist das Bedürfnis nach Selbstbestimmung.

Mit erreichen des Alters von ca 18 Monaten bis 24 Monaten, beginnt dein Kind zu erkennen, dass es eine eigenständige Persönlichkeit ist.

Es sehent sich plötzlich nach:

  • eigenständig sein
  • nach dem Gefühl etwas bewirken zu können
  • einem Gefühl von, mir wird was zugetraut
  • ernst genommen zu werden

Was passiert bei deinem Kind?

In der Autonomiephase deines Kindes geht es grundsätzlich um nichts anderes als um das lösen von der Hauptbezugsperson.

Ein Kind wird in den Kreis der Mutter geboren. Dieses zarte, hilflose Wesen ist vollumfänglich abhängig von seiner Mama. Wir erwachsenen werden gebraucht um alle Grundbedürfnisse zu erfüllen. Das Kind ist angewiesen auf uns als Eltern.

Um selbstständiger zu werden, muss sich ein Kind aus dem Kries der Mutter bewegen, in dem sich dein Kind die ganze Schwangerschaft und die Babyzeit sich darin bewegt hat.

Mit ca. 18 Monate bis 24 Monaten, also dem Beginn der Autonomiephase, nimmt ein Kind sich zunehmend selbst bewusst war und beginnt sich aus dem Kreis der Mutter heraus zu bewegen.

Als kleine Veranschaulichung: Wenn du deinem Kind einen roten Punkt auf die Stirn klebst und es sich selbst berührt, beginnt es sich selbst zu erkennen. Fässt dein Kind auf den Spiegel nimmt es sich noch nicht als eigene Persönlichkeit wahr.

Der innere Konflikt deines Kindes

Dein Kind sagt ja und meint nein, es sagt nein und meint ja. Alles was du machst ist in den Augen deines Kindes falsch und der Wutanfall ist vorprogrammiert?

Dies lässt sich eben so gut mit dem unteren Kreis in der oberen Grafik erklären, da lässt sich die durch die Überschneidung der beiden Kreisen gut ablesen, dass da bei dem Kind ein innerer Konflikt entstehen kann.

Dein Kind hat das Bedürfnis nach Autonomie, ist aber gleichzeitig noch auf dich als Elternteil angewiesen. Dieser innere Konflikt, kann ein Kind völlig aus der Bahn werfen.

Die Zeit, die liebe Zeit und dann noch anziehen

Ich vermute, das grösste Konfliktpotential bei uns allem im Alltag mit einem Kind in der Autonomiephase, ist das Thema Zeit. Dein Kleinkind hat noch keine Vorstellung von Zeit. Geschweige den, von deiner Pflicht Termine einzuhalten. Gepaart mit dem Thema anziehen, kann dies regelmässig zu Konflikten innerhalb der Familie führen.

Ich bin überzeugt davon, dass es für jede Familie individuell eine Lösung gibt. Wenn wir beginnen den Fehler nicht beim Kind zu suchen, beginnen bei uns selbst hin zu schauen und in Veränderung gehen.

Was passiert bei uns Eltern während der Autonomiephase des Kindes und Welche Lösungsideen ich euch mit an die Hand geben will folgt in weiteren Blogbeiträgen der Reihe Autonomie der Kleinkinder. Stay tuned.

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