Tragemama,  Tragen

Menschenbabys sind Tragelinge – Nähe ist für unsere kleinsten Überlebenswichtig

Von Biologen wird der Nachwuchs in der Tierwelt in drei Bereiche eingeteilt. Der Nesthocker, der Nestflüchter und der Tragelinge. Wir gehören zu den letzteren, Menschenbabys sind Tragelinge.

Warum Nähe für unsere kleinsten überlebenswichtig ist und wie das Tragen die Bindung zu deinem Baby fördert, möchte ich mit dir in diesem Post anschauen.

Ein kleines Baby. Ganz nah. Ganz nah an Mamas Brust. Eingewickelt in Stoff. Kuschlig warm und geborgen. Beschützt und behütet. Tragen ist Liebe.

Der Menschen – eine pysiologische Frühgeburt
Das Steinzeitbaby und sein Überlebenssystem
Der Zauber, dieser kleinen Wesen
Tragen hat eine beruhigende Wirkung
Schutz für dein Baby
Die Tragehilfe und seine praktischen Vorteile im Alltag

 

Der Mensch – eine pysiologische Frühgeburt

Anders als in der Tierwelt, ist der Mensch nach der Geburt vollkommen abhängig von seinen Bezugspersonen. Kleine Fohlen stellen sich direkt nach der Geburt selbständig auf die Beine und können laufen. Affenbaby klammern sich selbstständig an ihrer Mama fest, um nicht verloren zu gehen. Nur wir Menschen sind völlig hilflos und abhängig von unseren Eltern.

Die Wissenschaft erklärt es so: Durch den aufrechten Gang von uns Menschen, wurde unser Körper umgebaut. Unser Becken bekam ein starkes Muskelgeflecht, unseren Beckenboden. Gleichzeit hat unser Wissen enorm zugenommen, was bedeutet uns Hirn benötigte mehr Platz in unserem Kopf – die Folge, unser Kopf wurde grösser.

Die Natur reagiert und entlässt die Babys früher aus dem Körper seiner Mutter. Die Schätzungen bewegen sich zwischen drei bis neun Monate, die wir unsere kleinen Menschenbabys zu früh auf diese Welt bringen.


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Das Steinzeitbaby und sein Überlebenssystem

Reisen wir zurück, vor etwa zwei Milionen Jahren. Als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, mit Sack und Pack durch die Welt zogen. Da hat sich das Überlebenssystem der Babys entwicklet.

Ständig suchen sie Kontakt zu grossen Menschen, denn Nähe bedeutet für dein Baby überleben. Dieses Überlebenssystem wurde fest im Instinkt der Babys verankert, als Schutz.

Ein Baby das auf den Boden abgelegt wurde, war in grosser Gefahr. Unterkühlung, gefressen werden von wilden Tieren, verhungern oder gar beim Weiterziehen vergessen werden.

Auch das ständige Bedürfnis gestillt zu werden ist für das Baby überlebenswichtig. So stellt dein Baby sicher, das der Körper und das Gehirn sich gut weiterentwickeln, als wäre es noch in Mamas Bauch.

Der Zauber, dieser kleinen Wesen

Die kleinen Menschen suchen kurz nach der Geburt den Kontakt zu seiner Mama. Mit ihren wundervollen kleinen Augen schauen sie ihrer Mama ins Gesicht und wir Mamas werden von Glücks- und Bindungshormonen überschüttet.

Kurz darauf sucht das kleine neugeborene Baby Mamas Brust und beginnt die ernste Schlücke zu trinken und kommuniziert so seiner Milchbar, dass es los gehen kann mit dem produzieren der Milch.

Die kleinen Babys verzaubern ihr ganzen Umfeld und sichern so ihr Bedürfnis nach Nähe. Bindung ist wichtig, für Baby und für Kinder. Es unterstützt eine gesunde Entwicklung zu eigenständigen Erwachsenen.

Tragen hat eine beruhigende Wirkung

Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum dein Baby sich schneller beruhigt, wenn du aufstehst und umhergehst? Ja, es hat tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf dein Baby. Ich habe eine Studie gelesen, die das ganz wie folgt erklärt:

„Grund für die prompte Reaktion ist ein koordiniertes Zusammenspiel unterschiedlicher Regulationsmechanismen von Nervensystem, Motorik und Herzkreislaufsystem. Ihre Studie ist die erste, schreiben sie, die die verblüffenden Ähnlichkeiten dieser Tragestarre bei Menschen und Mäusen herausarbeitet. Sie vermuten, dass die Reaktion ein ganz wesentlicher Bestandteil der Interaktion zwischen Mutter und Kind ist, der sich im Laufe der Evolution entwickelt hat und bewahrt wurde – etwa um eine Flucht zu erleichtern, die mit einem ruhigen Jungen besser zu bewerkstelligen ist als mit einem aufgewühlten.“ Quellenangabe: www.wissenschaft-aktuell.de

Der Puls deines Babys senkt sich, der Körper wird entspannt und das weinen lässt meist nach. Wir dürfen hier jedoch nicht vergessen, dass es Babys gibt, die unter Koliken oder Reizüberflutung leiden. Nicht alle Baby’s sind gleich.

Schutz für dein Baby

Direkt aus Mama’s Bauch kommt dein Baby in die weite unbekannte Welt. Nach der Geburt passiert unglaublich viel. Die gesamte Verwandtschaft und Freunde möchten natürlich den neuen Erdenbürger begrüssen und am besten noch mit dem kleinen süssen Schatz kuscheln.

Überall wird dein Baby mit Liebe überhäuft und alle wollen einen Blick in den Kinderwagen werfen. Doch diese viele neue Eindrücke sind für einen Säugling schnell zu viele. Viel neues führt schnell zu Reizüberflutung.

Auch hier kann Tragen eine gute Lösung für dich und dein Baby sein. Du schützt dein Nähe bedürftiges Baby von zu vielen neuen Eindrücke und lässt es bei dir zur Ruhe kommen. Das Tragen gibt deinem Baby ein Stück Geborgenheit aus dem Bauch zurück. Es kann deinen Herzschlag hören. Es ist wohlig warm und es riecht nach Mama.

Die Tragehilfe und seine praktischen Vorteile im Alltag

Trage stärkt nicht nur die Bindung zu deinem Baby, nein es kann dir auch den Alltag enorm erleichtern. Vieles im Haushalt ist viel schneller erledigt, wenn du dein Baby in deine Tragehilfe setzt. Am besten auf dem Rücken, so hast du am meisten Bewegungsfreiheit.

Ebenso praktisch ist sie bei einem weiterem Geschwisterkind. Die Geburt eines kleinen Babys bringt bei den älteren Geschwistern vieles durcheinander, sie brauche Zeit um sich an die neue Situation zu gewöhnen. In der Tragehilfe ist dein Baby ganz nahe bei dir und du hast gleichzeitig zwei Hände frei für das ältere Kind.

Deine Tragehilfe kann dir auch viel Nerven ersparen, wenn du mit den öffentlichen Verkehrmittel unterwegs bist. Der Kinderwagen ist sperrig und selten hat es genug Platz.

Tragehilfen gibt es unzählige auf dem Markt, solltest du dich noch nicht für etwas entschieden haben dann besuche gerne meine Beiträge über den Ring Sling oder das Tragetuch.

Ich wünsche mir, dass dich dich hier im Tragen bestärken konnte. Es ist für unsere kleinen Menschenkinder unglaublich wertvoll. Lass dich nicht von anderen etwas anderes erzählen. Ich drücke dich und bis bald. Miriam

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